Hautkrebs vorbeugen

UV-Strahlung ist bei den meisten Hautkrebsformen eine der Hauptursachen. Dies gilt für den schwarzen Hautkrebs (Melanom) ebenso wie für das seltene Merkelzellkarzinom (auch neuroendokrines Karzinom der Haut oder trabekuläres Karzinom genannt).

Direktes Sonnenlicht hat einen hohen Anteil an UV-Strahlung. Ist die Haut nicht ausreichend geschützt, kann die UV-Strahlung einen schmerzhaften sowie schädlichen Sonnenbrand verursachen. Dabei erhöht jeder Sonnenbrand das Hautkrebsrisiko. Entsprechend wichtig ist es, dass Sie Ihre Haut vor UV-Strahlung schützen.

Maßnahmen zur Prävention von Hautkrebs

Wir haben eine Liste der wichtigsten Präventionsmaßnahmen zusammengestellt. Mit diesen können Sie einfach dem seltenen Merkelzellkarzinom und anderen Hautkrebsformen vorbeugen:

1. Meiden Sie direkte Sonne, insbesondere zwischen 10 und 16 Uhr. Minimieren Sie Outdoor-Aktivitäten in dieser Zeit. Bleiben Sie, wenn möglich, im Schatten. Schützen Sie Ihre Haut vor Sonnenbrand, indem Sie lange, lichtdichte Kleidung und eine Kopfbedeckung tragen.

2. Insbesondere bei empfindlicher Haut und hellem Hauttyp sollten längere Sonnenbäder oder Sonnenstudiobesuche vermieden werden.

3. Verwenden Sie Sonnencreme mit einem breit wirksamen UVA/UVB-Schutz und mit einem hohen Lichtschutzfaktor von 15 oder höher. Der Sonnenschutz sollte ca. 30 Minuten vor einem Aufenthalt im Freien aufgetragen werden. Schützen Sie sich ideal, indem Sie den Sonnenschutz regelmäßig, dies bedeutet alle zwei Stunden, sowie nach dem Schwimmen und Schwitzen neu auftragen. So vermeiden Sie einen Sonnenbrand.

4. Babys müssen besonders vor direktem Sonnenlicht geschützt werden, denn ihre Haut ist sehr empfindlich und reagiert besonders sensibel auf die Einflüsse der Sonne. Schützen Sie das Neugeborene frühzeitig vor Spätfolgen, indem Sie ab einem Alter von sechs Monaten eine geeignete Sonnencreme verwenden.

5. Untersuchen Sie Ihre Haut jeden Monat von Kopf bis Fuß nach etwaigen Auffälligkeiten bzw. Symptomen. Suchen Sie bei auffälligen Hautveränderungen frühzeitig einen Hautarzt auf.

6. Gehen Sie regelmäßig zur Hautkrebsvorsorge. Bei der Untersuchung durch einen Hautarzt können typische Symptome eines Hautkrebses frühzeitig erkannt werden. So kann zeitnah eine entsprechende Therapie eingeleitet werden.

 

Bitte beachten!

Ein geschwächtes Immunsystem kann Ihr Risiko für die Entwicklung eines Merkelzellkarzinoms erhöhen. Sollten Sie unter einer eingeschränkten Immunfunktion leiden, achten Sie bitte umso intensiver auf Veränderungen Ihrer Haut.

 

Diese Maßnahmen können Ihnen helfen, sich vor einem Merkelzellkarzinom oder dem schwarzen Hautkrebs zu schützen. Zudem können Sie damit auch vielen anderen Hauttumoren wie dem Basaliom (auch weißer Hautkrebs genannt) vorbeugen.

In jedem Fall gilt, je früher ein Tumor, und insbesondere ein seltenes Merkelzellkarzinom, entdeckt wird, desto eher kann es geheilt werden. Fallen Ihnen typische Symptome eines Melanoms oder eines Merkelzellkarzinoms auf, suchen Sie umgehend einen Hautarzt auf. Eine schnelle Diagnose sowie Behandlung des aggressiven Merkelzellkarzinoms, das schon im frühen Stadium Metastasen bildet, ist der Schlüssel zu einer erfolgreichen Therapie.

Finden Sie Spezialisten für Hautkrebs in unserem Klinik-Finder.

Quellen:

  • https://www.nds-krebsgesellschaft.de/downloads/broschueren/hautkrebs.pdf
  • http://www.skincancer.org/skin-cancer-information/merkel/prevention
Back to top
Hautkrebszentrum finden