Was ist Hautkrebs?

Ein Hautkrebs ist eine bösartige (maligne) Erkrankung der Haut. Es ist die häufigste Form der Krebserkrankung weltweit. Vorwiegend sind Menschen betroffen, die viel Zeit im Freien verbringen und so direkter Sonnenstrahlung ausgesetzt sind. Die im Licht der Sonne enthaltene UV-Strahlung gilt nach wie vor als eine der Hauptursachen für Hautkrebs.

Der „Hautfarbstoff“ Melanin ist ein natürlicher Schutz gegen die schädliche UV-Strahlung. Je heller die Haut eines Menschen ist, desto höher ist dem entsprechend das Risiko an Hautkrebs zu erkranken.

Doch Hautkrebs ist nicht gleich Hautkrebs. Es gibt verschiedene Formen. Die bekanntesten sind:

1. Das Basalzellkarzinom (der weiße Hautkrebs oder Basaliom)
2. Das Plattenepithelkarzinom (der Stachelzellkrebs oder Spinaliom)
3. Das Melanom (der schwarze Hautkrebs oder malignes Melanom)
4. Das Merkelzellkarzinom

Die Symptome der einzelnen Formen sind in der Regel recht spezifisch, aber dennoch kann es zu Verwechslungen kommen. Die Therapie (Operation, Chemotherapie, Strahlentherapie oder Immuntherapie) eines Hautkrebses hängt von der Hautkrebsart ab. Eine falsche Therapie kann tödliche Folgen haben.

Für alle Hautkrebsarten gilt: Eine erfolgreiche Therapie ist möglich, wenn Sie die Symptome frühzeitig erkennen und die Art des Hautkrebses schnell und richtig vom Hautarzt diagnostiziert wird. Wird ein Tumor im frühen Stadium behandelt, wird das Risiko auf Metastasen reduziert.

Gehen Sie daher regelmäßig zur Vorsorgeuntersuchung und lassen Sie ein Hautkrebs-Screening durchführen. Nutzen Sie unseren Klinik-Finder, um einen spezialisieren Hautarzt in Ihrer Nähe zu finden.

1. Das Basalzellkarzinom

Das Basalzellkarzinom ist die häufigste Hautkrebsform: 80 Prozent aller Haukrebsfälle sind Basaliome. Das Basalzellkarzinom ist auch als weißer oder heller Hautkrebs bekannt.

Diese Hautkrebsart bildet kaum Metastasen aus und ist damit wesentlich ungefährlicher als der schwarze Hautkrebs. Durch die chirurgische Entfernung des Tumors lässt sich der weiße Hautkrebs meist vollständig entfernen. Der Krankheitsverlauf endet nur selten tödlich.

Das Basalzellkarzinom bildet sich meist im Kopf- / Halsbereich und nur selten am Torso, den Armen oder Beinen. Die Ursache hierfür ist, dass der Kopfbereich am stärksten dem Sonnenlicht und damit der UV-Strahlung ausgesetzt ist. Ein erhöhtes Risiko besteht für Menschen mit einem hellen Hauttyp, die eher zu Sonnenbrand neigen. Männer und Frauen sind gleichermaßen von weißem Hautkrebs betroffen. Die Erkrankten sind durchschnittlich 60 Jahren alt, wobei immer öfter jüngere Menschen an diesem Krebs erkranken.

Das Basalzellkarzinom ist in seiner Erscheinungsform vielseitig. Im frühen Stadium des Tumors bilden sich knötchenartige Formen mit einem wachsartigen Glanz. Diese sind nur wenige Millimeter groß und verursachen in der Regel keine Schmerzen.

Im weiteren Krankheitsverlauf werden feine Blutgefäße mit bloßem Auge auf der Oberfläche sichtbar. Die oberflächigen Blutgefäße können leicht verletzt werden, wodurch es regelmäßig zu Blutungen kommt, die nur schwer abheilen. Weiterhin kann es zu einer zentralen Einsenkung kommen, wodurch ein perlschnurartiger Randsaum entsteht. Dies sind die ersten Anzeichen für ein fortgeschrittenes Stadium des Karzinoms.

„Knotiges Basalzellkarzinom: ein wahrscheinlich seit Jahren bestehendes, langsam wachsendes, hautfarbenes, höckeriges, völlig schmerzloses flächiges Basaliom. Es hat jedoch bereits das Haarwachstum zerstört (Unterbrechung der Haaransatzlinie).“ © dkg-web.gmbh

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„Knotiges Basalzellkarzinom: oberflächenglattes, rötliches Knötchen mit klar erkennbaren kleinen Blutgefäßen am Rand.“ © dkg-web.gmbh

2. Das Plattenepithelkarzinom

Das Plattenepithelkarzinom – auch Stachelzellkarzinom oder Spinaliom genannt – ist die zweithäufigste Hautkrebserkrankung. Es tritt hauptsächlich bei Menschen im höheren Lebensalter (ab 60 Jahren) auf. Es sind vor allem Körperstellen betroffen, die häufig der Sonne ausgesetzt sind – also das Gesicht, die Unterarme und die Hände.

Eine weitere Ursache für das Spinaliom sind chronische Hauterkrankungen. Dies können chronische Entzündungen sowie Wunden der Haut sein. Oftmals bleibt es daher zunächst unbemerkt, wenn sich der bereits geschädigte Hautbereich zu einem Tumor verändert hat. Wie bei den meisten Hautkrebsarten sind auch beim Stachelzellkarzinom die Symptome früh und mit bloßem Auge erkennbar.

Im Vergleich zum Basaliom wächst das Spinaliom deutlich schneller und greift das umliegende, gesunde Gewebe an. Ein nicht therapiertes Stachelzellkarzinom bildet deutlich früher Metastasen als ein Basaliom. Dies erschwert die anschließende Therapie und erhöht das Risiko auf einen tödlichen Krankheitsverlauf.

Das Erscheinungsbild des Plattenepithelkarzinoms kann variieren. In den häufigsten Fällen verändert sich die Haut jedoch schnell: Es bilden sich oberflächliche, gerötete, schuppige Knoten, die Verhornungen ähneln. Wird versucht die Kruste zu lösen, kommt es leicht zu Blutungen. Um den Knoten herum ist das Gewebe entzündet, wodurch dieses gerötet ist.

Im fortgeschrittenen Stadium nimmt die Verhornung des Karzinoms zu, wodurch dieses dicker und weißlich erscheint. Dieser bösartige Hauttumor gleicht einer warzigen Hautwucherung (Ulzerus).

Auch beim Spinaliom gilt: Je früher die Symptome erkannt werden, desto besser sind die Aussichten auf eine Heilung. Die häufigste Therapie besteht in der operativen Entfernung des Tumors sowie betroffener Lymphknoten. Dies kann je nach Lage des Tumors in Kombination mit einer Strahlentherapie geschehen. Sollten sich Metastasen gebildet haben, ist eine systemische Chemotherapie notwendig.

„Ulzeriertes Plattenepithelkarzinom: ein seit über einem Jahr bestehender und sich ständig vergrößernder, blumenkohlartiger, fester, wenig schmerzempfindlicher, oberflächlich wuchernder, nässender Knoten, der auf seiner Unterlage nicht verschieblich war.“© dkg-web.gmbh

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„Plattenepithelkarzinom in aktinisch (durch UV-Strahlen) vorgeschädigter Kopfhaut: ein seit etwa 7 Monaten bestehendes, kontinuierlich wachsendes Spinaliom. Oberflächenglatter, breitbasig aufsitzender Knoten der Kopfhaut. Multiple aktinische Keratosen (UV-bedingte Verhornungen).“ © dkg-web.gmbh

3. Das maligne Melanom

Das maligne Melanom – auch als schwarzer Hautkrebs oder Melanom bekannt – kann anders als das Spinaliom und das Basaliom am gesamten Körper entstehen; also auch an Körperstellen, die nur wenig der Sonne und damit einer UV-Belastung ausgesetzt sind bzw. waren.

Das Melanom tritt seltener auf als das Plattenepithelkarzinom. Insgesamt macht der schwarze Hautkrebs ungefähr fünf Prozent der Hautkrebserkrankungen aus. Das mittlere Erkrankungsalter liegt zwischen 55 und 60 Jahren. Risikofaktoren sind hier ebenfalls übermäßiges Sonnenlicht bzw. zu viel UV-Strahlung, helle Hauttypen, angeborene Leberflecken, ein geschwächtes Immunsystem sowie familiäre Vorbelastungen.

Der schwarze Hautkrebs ist aggressiver als das Stachelzellkarzinom. Er breitet sich im Körper deutlich schneller aus. Zum Zeitpunkt der Diagnose haben Patienten meist neben einem Juckreiz keine Beschwerden.

Das maligne Melanom ähnelt oft einem Leberfleck oder Muttermal. Der Grund ist, dass es aus Pigmentzellen der Haut entsteht und dadurch (sehr) dunkel gefärbt ist. Aufgrund der Färbung und weiterer Symptome lässt sich schwarzer Hautkrebs jedoch in der Regel leichter erkennen als die anderen Hautkrebsarten.

Um abzuschätzen, ob es sich bei einem auffälligen Fleck um gesundes Gewebe oder ein malignes Melanom handelt, wird oft die ABCDE-Regel genutzt:

Auch beim schwarzen Hautkrebs sehen nicht alle Melanom-Typen gleich aus. Gehen Sie daher regelmäßig zum Hautkrebs-Screening bei Ihrem Hautarzt. Sollten Symptome für ein Melanom auftreten, ist schnelles Handeln gefragt. Im frühen Stadium bestehen hohen Heilungschance. Die operative Entfernung des Tumors ist dann die erste Wahl. Sollte der Krebs bereits gestreut haben, richtet sich die weitere Therapie nach den Empfehlungen Ihres Arztes.

„Malignes Melanom: malignes Melanom im Frühstadium, das bei einer Routineuntersuchung zufällig entdeckt wurde. Es ist asymmetrisch und nicht einheitlich gefärbt.“© dkg-web.gmbh

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„Malignes Melanom: Nahaufnahme eines asymmetrischen, nicht begrenzten flächigen Tumors (Plaque) mit seitlicher Knotenbildung (erhaben). Für den Patienten völlig schmerzfrei.“© dkg-web.gmbh

4. Das Merkelzellkarzinom

Das Merkelzellkarzinom ist eine seltene und aggressive Form von Hautkrebs. Dieses Karzinom ist beispielsweise 30-mal seltener als das Melanom (der schwarzer Hautkrebs), jedoch mehr als 3-mal so gefährlich.

Für weitere Informationen haben wir Ihnen eine ausführliche Beschreibung zum Merkelzellkarzinom auf unserer Website bereitgestellt.

„Merkelzellkarzinom: Ungewöhnliches plattenartiges Wachstum.“© dkg-web.gmbh

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„Merkelzellkarzinom: in wenigen Monaten schnell gewachsener, roter, schmerzloser Knoten mit glatter, etwas spiegelnder Oberfläche.“© dkg-web.gmbh

„Merkelzellkarzinom: metastasierter Tumor mit mehreren, schmerzlosen, oberflächenglatten Knoten.“© dkg-web.gmbh

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„Merkelzellkarzinom: metastasierter Tumor.“© dkg-web.gmbh

„Merkelzellkarzinom: Detailaufnahme eines schnell gewachsenen, roten Knotens.“© dkg-web.gmbh

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„Merkelzellkarzinom: schnell wachsender, roter, fester, verschieblicher, glatter Knoten. Das Auftreten im Bereich UV-exponierter Stellen ist charakteristisch.“© dkg-web.gmbh

„Merkelzellkarzinom: Detailaufnahme.“© dkg-web.gmbh

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Quellen:

  • https://www.rosenfluh.ch/media/onkologie/2012/04/maligne_hauttumoren.pdf
  • https://www.msdmanuals.com/de-de/profi/erkrankungen-der-haut/krebserkrankungen-der-haut/melanom
  • https://www.krebsdaten.de/Krebs/DE/Content/Krebsarten/Melanom/melanom_node.html
  • http://www.gbe-bund.de/gbe10/abrechnung.prc_abr_test_logon?p_uid=gast&p_aid=0&p_knoten=FID&p_sprache=D&p_suchstring=9243
  • http://www.kampfgegenkrebs.ch/behandlung/bodigt-die-immuntherapie-das-merkelzell-karzinom
  • https://www.skincancer.org/skin-cancer-information/basal-cell-carcinoma
  • https://www.skincancer.org/skin-cancer-information/melanoma/melanoma-warning-signs-and-images/do-you-know-your-abcdes
  • Alle Bilder: © dkg-web.gmbh
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